In den Niederlanden werden die Hersteller klimaschädlicher Verpackungen zur Kasse gebeten: Seit dem 1. Mai 2008 orientiert sich die Verpackungssteuer am durchschnittlichen CO2-Ausstoß. Am teuersten ist es für die Hersteller von Aluminium- und Kunststoffverpackungen.Sie müssen 57 bzw. 36 Cent pro Kilogramm
an den Fiskus abführen. Bei Glas und Karton sind es dagegen nur 4 bzw. 6 Cent. Die erwarteten Steuereinnahmen von 365 Millionen Euro sollen u.a. für den Ausbau der kommunalen Abfallwirtschaft eingesetzt werden.
Wissenschaftliche Grundlage für die Festsetzung der Steuer ist eine Ökobilanz des Forschungsinstituts CE Delft. Danach ergeben sich für Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe einschließlich
Getränkekarton CO2-Emissionen von 676 kg pro Tonne Material. Demgegenüber liegen die entsprechenden Werte mit 1.095 kg/Tonne bei Stahl, 3.453 kg/Tonne bei Kunststoff oder 5.570 kg/Tonne Aluminium deutlich höher.
Die Ermittlung der CO2-Emissionen umfasst die gesamte Produktionskette von der Rohstofferzeugung über die Packmittelherstellung bis hin zur Lieferung an den Kunden und die Entsorgung der gebrauchten Verpackungen. Für die Berechnung wurden die neuesten zur Verfügung stehenden Daten herangezogen.
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