Die deutschen Filialen der Handelskette Lidl bieten seit Herbst Fruchtsaftgetränke und Eistees an, die in Getränkekartons mit dem Label des Forest Stewardship Councils (FSC) verpackt sind. Mit dem FSC-Label wird Verbrauchern veranschaulicht, dass alle in den Getränkekartons verarbeiteten Zellstofffasern entlang der gesamten Wertschöpfungskette – also von der gekennzeichneten Kartonpackung bis zu den Ursprungswäldern – nach den Normen des FSC rückverfolgbar sind. Das FSC-Logo bestätigt weiterhin die Herkunft der verarbeiteten Holzfasern aus FSC-zertifizierten, vorbildlich bewirtschafteten Wäldern oder anderen kontrollierten Quellen und dass entsprechende Mengen an FSC-zertifiziertem Holz eingekauft wurden. Der FSC engagiert sich als internationale und unabhängige Organisation für die Förderung einer international verbindlichen, verantwortungsvollen Waldwirtschaft.
Freiwillige Selbstverpflichtung
Getränkekartons bestehen zu 75-80% aus Zellstoff, der aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen wird. Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak wollen bis 2018 sicherstellen, dass durch geeignete Rückverfolgbarkeitssysteme weder illegal geschlagenes noch aus unakzeptablen Quellen stammendes Holz in ihren Produkten verarbeitet wird. Dazu haben sich die Hersteller im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung im Jahr 2007 öffentlich bekannt. „Dies gilt weltweit und nicht nur in Deutschland, wo dies bereits Realität ist“, erklärt FKN-Geschäftsführer Walter Schäfers. Bereits ein Jahr nach Verabschiedung der Selbstverpflichtung konnte der Anteil zertifizierter oder kontrollierter Fasern von 47% auf 77% gesteigert werden. Dies wird durch einen Bericht der unabhängigen Verifizierungs-Organisation ProForest bestätigte. Schäfers: „Unsere Industrie hat es innerhalb eines Jahres geschafft, den Einsatz von FSC-zertifizierten oder kontrollierten Holzfasern um 700.000 Tonnen zu erhöhen und wird dieses ambitionierte Ziel kontinuierlich weiter verfolgen“.
Oktober 2009