Home   Kontakt   Impressum   Übersicht   |   Follow us     follow us in youtube follow us in tweeter Abonniere unseren RSS Feed

logo

FKN wehrt sich gegen Desinformationskampagne der Deutschen Umwelthilfe

Mai/Juni 2009 - Der Geschäftsfüher der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, behauptete öffentlich, das Recycling von Getränkekartons sei zum Erliegen gekommen. Nachdem der FKN dies scharf zurückgewiesen hat, will die DUH nun "wohlwollend" berechnet haben, dass im laufenden Jahr 35.000 Tonnen Verwertungskapazitäten fehlen.

In einer Pressemitteilung vom 20. Mai hatte der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) eine Reihe falscher Behauptungen und haltloser Unterstellungen, die der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, gegen die Hersteller von Getränkekartons auf einer Veranstaltung am 27. April 2009 in Stuttgart vorgebracht hatte, zurückgewiesen. Dort hatte Resch vor 250 Teilnehmern erklärt, dass das Recycling von Getränkekartons „… nach dem Konkurs der einzigen (!) angeblich funktionierenden Recyclinganlage“ zum Erliegen gekommen sei. Die Hersteller würden nach „kreativen Lösungen“ suchen, um sich ihrer Verantwortung zu entziehen.

 

Über zwei Millionen Tonnen Getränkekartons verwertet

 Der FKN hatte die DUH schriftlich zur Stellungnahme aufgefordert. Darin heißt es unter anderem: „Statt Skandal zu schreien und falsche Behauptungen in die Welt zu setzen, sollten Sie anerkennen, dass die Hersteller von Getränkekartons in den letzten 20 Jahren maßgeblich zum Aufbau und der Weiterentwicklung eines qualitativ hochwertigen Recyclings von Getränkekartons beigetragen haben. In dieser Zeit sind über zwei Millionen Tonnen Getränkekartons verwertet worden. Auch wenn die ReCarton GmbH im Zuge des Wettbewerbs der Dualen Systeme seit Beginn des Jahres 2009 nicht mehr alleine für die Verwertung verantwortlich ist, werden wir alles tun, um die stoffliche Verwertung auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld sicherzustellen“.

 In der Antwort der DUH vom 18.5. wurde deutlich, dass Resch sich damit nicht zufrieden geben will. Darin kündigte er an, den Sachverhalt „ab sofort auf verschiedenen Wegen aufzuklären“. Er zitiert aus einem Brief der ReCarton GmbH an Duale Systeme und erwartet die Offenlegung wettbewerbsrelevanter Firmendaten. „Das geht nun wirklich zu weit“, so Vogtmann. Es sei Resch offensichtlich vollkommen egal, ob er damit laufende Verhandlungen erschwert und er sich vor den Karren wirtschaftlicher Interessen einzelner Unternehmen spannen lässt. Überdies verkenne er, dass rein rechtlich die Verantwortung für die Verwertung bei den Dualen Systemen liege. „Wir haben uns unabhängig davon seit 1991 mit Erfolg um eine hochwertige Verwertung unserer Verpackung gekümmert und werden das auch in Zukunft mit jenen Systemen tun, die das Material nicht selbst vermarkten wollen“, so Vogtmann.

 Getränkekartons bleiben ökologisch vorteilhaft

In einer Presseerklärung vom 29.6. musst die DUH zwar einräumen, dass die größte Recyclinganlage in Betrieb sei, allerdings würden nach  "wohlwollenden" DUH-Berechnungen im laufenden Jahr Verwertungskapazitäten für mindestens 35.000 Tonnen fehlen. Weiter heißt es: "Seit Anfang 2009 wird in keiner Recyclinganlage mehr das Aluminium aus den deutschen Getränkekartons zurück gewonnen, große Chargen leerer Getränkekartons aus Deutschland per Lkw bis nach Spanien verschoben und schließlich werden Getränkekartons in Deutschland offensichtlich zu 'Ersatzbrennstoffen' verarbeitet und anschließend verbrannt. Unter solchen Umständen ist die Ökobilanz von Getränkekartons äußerst fragwürdig". Dazu stellte der Geschäftsführer des FKN, Prof. Vogtmann, fest: „Die Sorge, der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Getränkekarton könnte seine ökologische Vorteilhaftigkeit verlieren, ist unbegründet. Die DUH überschätzt den Einfluss veränderter Recyclingbedingungen auf die Ergebnisse einer Ökobilanz. Dies belegt eine aktuelle Berechnung des Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU), Heidelberg, die dem Bundesumweltministerium vorliegt. Danach verschlechtert sich die Ökobilanz des Getränkekartons nur marginal, wenn man 1/3 der Sammelmenge nach Spanien statt wie bisher nach Finnland transportiert und auf die Aluminiumrückgewinnung vollkommen verzichten würde.“  

 

 

 

Seite Drucken
Top Thema
 
Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN)